
Auf diese Weisheit glotzte ich den ganzen Abend, als ich am Donnerstag mit Shu und seinem Arbeitskollegen mal wieder im Germania Restaurant in Ginza war. Klickt mal das Foto, mit den Bier saufenden Dackeln an!
Aber von vorne. Shu lud mich spontan in das Restaurant ein, weil er seinen Kollegen und Schützling, Sano san, schon seit längerem mal zu einem Kneipenabend einladen wollte. In Japan ist es üblich, dass die älteren Kollegen, die jüngeren zum Izakaya-Abend

einladen und in der Regel auch wirklich die Kosten oder zumindest einen Großteil der Kosten übernehmen. Ich finde das ja ziemlich arrogant, dieses Getue, aber die jungen Mitarbeiter futtern sich so auch durchaus mal in Läden durch, die sie alleine nie bezahlen könnten. Shu scheint stolz zu sein, dass er nun langsam auch zu der älteren Garde gehört und jetzt auch mal die Jungkollegen mit teuren Restaurants beeindrucken kann, hihi. Sano san ist 23 und arbeitet erst seit 3 Monaten in Shus Firma. Shu dachte, es sei eine gute Idee, mal in unserem deutschen Leiblingsrestaurant in Ginza

vorbeizuflattern, wobei man erwähnen sollte, dass Ginza, was Bars und Restaurants betrifft, der teuerste Stadtteil der Welt ist!!!
In Ginza kann man sich finanziell ruinieren, aber auch unglaublichen Luxus erleben ..... wenn man es sich halt leisten kann.
Naja, wir können uns sowas nicht leisten, hahaha. Deshalb sind wir ins Germania Restaurant gegangen, das zwar auch teuer ist, aber dessen Preise im Vergleich zu den anderen Bars, eher Pommes-Buden Preisen ähnelt. Abgesehen davon, gibt es in Ginza natürlich auch noch andere bezahlbare Geschäfte, aber die Luxus- und Klunkerläden dominieren schon deutlich.
Nun gut, wir trafen also im Germania ein und ließen es uns bei Bier und Leberkäse gut gehen. Das Besondere am Germania ist, dass den ganzen

Abend an Klavier und Arkordeon zünftige Folkslieder gespielt werden und dazu eine Japanerin im Dirndl mitträllert. Urkomisch und extrem laut, aber es gehört einfach zum Germania dazu. Und nach jedem Lied, wird zum gemeinsamen "Ein Prosit, ein Prosit der Gemütlichkeit..... " angestimmt. Ich will mal sehen, ob ich ein Video hochgeladen bekomme, wenn es nicht wieder zu lang geworden ist. Inzwischen hat hier ja wohl jeder mitbekommen, dass ich nicht gerade ein Computer-Genie bin, hihi. Viel mehr Spannendes gibt es von dem Abend gar nicht zu erzählen, außer,

dass der Kollege von Shu irgendwann völlig hacke war und zu seinem Leid auch noch von einer japanischen Oma in Beschlag genommen wurde, die nicht müde wurde ihn vollzulabern und mir andauernd augenrollend zurief, wie süüüüß Sano san doch sei. Der Arme!
Mir wurde zwischenzeitlich schon ganz duselig, weil Shu nicht mehr aufhörte zu bestellen und ich ja die Preise dort kenne und wusste, dass Shu für uns Drei bezahlen muss. Naja, selbst Schuld, am Ende musste er umgerechnet 180 Euro hinlegen und war sichtlich stolz, dass er seinen jungen Kollegen abfüllen und beeindrucken konnte. :-D Also ich hätte das Geld ja lieber in Akihabara im Game-Center oder im Garten-Center für Kirschbäume ausgegeben, aber naja. So! Soviel zu diesem lustigen Ausflug

. Dieses Wochenende machen wir lau und pfeifen uns nur ein paar DVD`s rein.
Macht`s gut und bis zum nächsten Eintrag!




