Grüß Gott aus dem sonnigen Tokyo!Also so kalt es hier auch teilweise ist, so sonnig ist es auch. Seit ich hier bin hat es erst ein einziges Mal richtig geregnet und wenn man mal von diesen fiesen Stürmen absieht, die ja zum Glück wieder vorbei sind, kann man es hier echt gut aushalten im Winter. Strahlender Sonnenschein, den ganzen Tag. Hach schööön!
So, nun aber zum normalen Tagesgeschehen zurück. Gestern, am Donnerstag habe ich mich mit Bettina aus DE getroffen. Sie ist mit ihrem Mann für ca. drei Jahre in Tokyo, da er beruflich hier zu tun
Wir haben uns in Shibuya getroffen und erstmal ein leckeres Käffchen geschlürft und sind dann zu Fuß nach Harajuku gewandert. Bettina ist auch erst seit dem 20.02. hier und hatte noch quasi keine Zeit zum Sightseeing. Also habe ich ihr vorgeschlagen zum schönen Meiji-Schrein zu gehen und danach in die Schoppingmeile nach Omotesando (gleich nebenan, hahaha)Hat richtig Spaß gemacht der Nachmittag, weil wir doch so einige Erfahrungen und Ansichten teilen konnten und beide noch in der Situation sind uns einzuleben, Behördengänge zu machen
und dann erstmal eine Sprachschule aufzusuchen um dann bessere Jobchancen zu haben. Ist schon echt kein Zuckerschlecken hier einen Job zu bekommen, wenn man nicht gerade Computer-Futzi ist oder gerade durch Zufall andere herausragende Talente hat. Ansonsten heißt es fast immer - nur wenn man auch Konversationsjapanisch kann. Naja, kann ich auch gut verstehen, aber das macht es natürlich schwieriger.Egal. Nach unserer Schreinbesichtigung sind wir dann noch durch
die Takeshita Dori gelaufen (für alle die sich NICHT mit Japan beschäftigen: das ist eine Shoppingstraße für Teenies, in der man z.B. die aufwendigen Gothic-Lolita Kleider und Zubehör kaufen kann und man mit etwas Glück auch solche superaufgebretzelten Japanerinnen in eben diesen Outfits auf- und ablaufen sehen kann. Fotos kommen bestimmt irgendwann). Ich muß ja sagen, dass ich diese Straße immer ziemlich langweilig und nervig voll finde, aber man muß sie wohl trotzdem mal gesehen haben.Aber zum Glück haben wir ja nach ein paar Jährchen Zeit, um uns wieder zu treffen :-D. Schon komisch, wenn man sowas sagen
kann! Auf den Bildern seht Ihr die Waschstelle (ich nenn das einfach mal so), die man vor fast jedem Schrein vorfindet. Mit den Holzkellen schüttet man sich Wasser über die Hände und spült sich den Mund aus, damit man "rein gewaschen" das Schreingelände betritt. Habe ich aber immer keine Lust zu, hahaha. Ist immer so kalt, das Wasser. Bin halt ein dreckiger Ausländer, pöh! :-D
Auf den meisten Schreingeländen kann man kleine Holztafeln
kaufen und dann auf die Rückseite seine Wünsche oder seinen Dank schreiben, natürlich in der Hoffnung, dass der Schreingott oder -geist (oder wer auch immer) einem wohl gesonnen ist und einem noch gaaanz viele Wünsche erfüllt. Danach hängt man seine Holztafel an eine Wand, wo auch schon andere Besucher ihre Tafeln angehängt haben. Ich finde diesen Brauch total schön und es sieht auch immer so hübsch aus. Man kann wirklich Aufschriften in den unterschiedlichsten Sprachen finden.Da muß der Schreingott aber ganz schön viele Sprachen beherrschen, um die ganzen Wünsche erfüllen, bzw. erstmal lesen zu können. Hahaha, ich bin doof!
Naja, ich habe z.B. mit Shu vor zwei Jahren beim Manekineko-Schrein (Manekineko ist meine so geliebte japanische Winkekatze. Jaaa, das ist tatsächlich ein richtiger Gott. Hätte ich auch nicht gedacht) so eine Wunschtafel beschrieben und wir haben uns Beide gewünscht, dass wir es schaffen irgendwann zusammen zu leben und unsere Beziehung bestehen und glücklich bleibt. Tjaaa und wie man sieht: die Manekineko versteht Deutsch! Hahaha! Naja, ist doch logisch, sonst würde ich ja jetzt nicht mit Shu zusammen wohnen. Hahaha, okay ich hör jetzt auf! Liebe Grüße von Eurer wahnsinnig gewordenen Melli!


